Drei Landschaftstränen
Wie schon in ihren früheren Werken thematisiert Susanne Kessler das Wasser als Ursprung und Lebensader, geht an die Quellen von Eyach und Schmiecha, verfolgt in der Stadt die beiden Flussläufe, dessen einer über Neckar und Rhein in die Nordsee mündet, während der andere über die Donau die Reise nach Osten zum Schwarzen Meer antritt. Die „Landschaftsträne“ beinhaltet die Linie, die die Quelle und Mündung verbindet: Ein kleiner verzweigter Bach aus dem sich ein größerer Wasserstrom entwickelt, der einen See und Täler durchfließt. In der Skulptur wird die gleiche Line dreimal in eine Tränenform gefasst. Diese abstrahierte Linie des Wasserverlaufs ist die Lebensader jeder Landschaft. Sie in eine Tränenform zu fassen, deutet auf die Gefährdung des Wassersystems hin. In der Nähe von Albstadt befindet sich eine europäische Wasserscheide.
Auszug aus dem Text der Einladung von Veronika Mertens

 

Masse: je 340 x 220 x 10 cm, Ständer 150 cm über der Erde
Ausstellung: Kunstmuseum Albstadt Offshore – Kunst in allen Stadtteilen, Kunstmuseum Albstadt 2020
Ausstellungsort: Die Skulptur ist inzwischen dauerhaft positioniert an dem Flüsschen Schmiecha beim Hallenbad im Zentrum von Albstadt-Ebingen

 

 

Malbuch „Wasser-Scheide“